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Arthrose verstehen und behandeln

Diagnose und Therapie bei Gelenkverschleiß

Gelenkschmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag. Für 50 bis 80 Prozent der Generation 50+ ist dabei Arthrose die Ursache. Sie ist die häufigste Gelenkerkrankung, unter der insgesamt mehr als 5 Millionen Menschen leiden. Befindet sich die Krankheit im fortgeschrittenen Stadium, hilft häufig nur noch ein künstliches Gelenk. Doch wer die Gelenkprobleme frühzeitig erkennt und behandelt, kann die Arthrose erheblich lindern.

Als Arthrose bezeichnet der Mediziner einen Verschleiß des Gelenks durch Degeneration von Knorpelgewebe. Der für die Gelenkbeweglichkeit elementare Gelenkknorpel, also die gleitende Schicht zwischen zwei Knochen, wird abgebaut. Durch den Knorpelschwund kommt es infolge von Abrieb und Druckerhöhungen zu chronischen Schmerzen oder gar zu Gelenkdeformationen oder Bewegungsstörungen. Die Arthrose kann prinzipiell in allen Gelenken des Körpers auftreten, es gibt über 100 bekannte Arten. Am häufigsten sind jedoch die Knie- und Hüftarthrose. Aber auch in Schultern, Händen oder der Wirbelsäule kann die Krankheit auftreten.

Grundsätzlich gilt, dass verschlissenes Knorpelgewebe nicht selbstständig vom Körper wieder aufgebaut werden kann. Deshalb ist es wesentlich, eine Degeneration frühzeitig zu erkennen, möglichst bevor es zu einem ernsthaften Schaden kommt. Eine rechtzeitige Behandlung kann die Arthrose hinauszögern und das Schmerzniveau senken. Die genauen Ursachen für das Auftreten von Arthrose sind zwar noch nicht vollständig geklärt. Allerdings konnten in mehreren Studien verschiedene Risikofaktoren identifiziert werden, darunter fallen neben genetischen Faktoren auch Aspekte wie das Alter, Geschlecht und Gewicht.

So macht sich eine Arthrose bemerkbar:

- Gelenksschmerzen bei Bewegung
- Steifheit des Gelenks
- Eingeschränkter Bewegungsradius des Gelenks
- Gelenk nicht mehr so belastbar wie sonst
- Gelenk ermüdet schneller als gewöhnlich
- Sogenannter Anlaufschmerz zu Beginn der Bewegung, zum Beispiel nach dem Aufstehen am Morgen
- Reibegeräusche bei Bewegung des Gelenks
- Gelenkschwellung
- Sichtbare knotenartige Verhärtungen am Gelenk
- Deformation des Gelenks

Diagnosestellung

Für Patienten, die Symptome bei einem ihrer Gelenke feststellen konnten, ist der frühzeitige Gang zum Arzt wichtig. In der Praxis kann mittels einer klinischen Untersuchung und dem Einsatz bildgebender Verfahren, wie einer Röntgenuntersuchung oder einer Kernspintomographie, zwischen einer Arthrose und einer anderen Gelenkerkrankung (z.B. Entzündung, reaktive Arthritis, chronische Polyarthritis, usw.) unterschieden werden. Im Einzelfall können weitere Untersuchungen hilfreich sein. Durch eine Blutuntersuchung können Entzündungen nachgewiesen werden, mit einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) kann der Zustand des Gelenks genau untersucht werden, durch eine Ultraschalluntersuchung können insbesondere Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk gefunden werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose

Für die Behandlung von Arthrose gibt es mehrere Ansätze. Je nach Schweregrad der Erkrankung können medikamentöse, alternative (z. B. Akupunktur, physikalische Therapie) oder operative Maßnahmen zur Therapie eingesetzt werden. Zur Schmerzlinderung wird mit muskelkräftigenden Übungen, Anwendungen mit Wärme, Stromtherapie oder einem Ultraschallgerät behandelt. Unterstützend ist zumeist eine medikamentöse Therapie mit Schmerzmitteln, nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) oder Opiaten sinnvoll. Auch knorpelschützende Medikamente, wie Diacerein, Chondroitinsulfat oder Hyaluronsäure, können Schmerzlinderung verschaffen. Durch diese Therapieansätze kann jedoch der verschlissene Knorpel nicht wieder aufgebaut werden, so dass bei vollständiger Zerstörung der komplette Austausch des zerstörten Gelenks durch ein künstliches Gelenk, eine Endoprothese, notwendig wird. Die ORTHOPARC-Klinik für Orthopädie in Köln, führt jährlich tausende solcher Operationen durch.

Aktuell leben in Deutschland über 3 Millionen Menschen auf Grund von Arthrose mit einem künstlichen Gelenk. Eine Arthrose muss also keine Minderung der Lebensqualität bedeuten. Frühzeitiges Handeln ist bei der Krankheit allerdings wichtig. Weitere Informationen erhalten Patienten und Angehörige von Betroffenen nicht nur beim Arzt, sondern gleich mehrere Stiftungen und Verbände stehen allen Interessierten zur Seite

(Quelle: orthoparc; Redaktion: rrm)

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