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Diabetes-Tag in Köln-Porz

Was kann ich gegen Diabetes tun?

Deutschland wird aktuell von einer "Welle" erfasst: Die Zahl der Diabetiker hat sich in den letzten zehn Jahren bundesweit nahezu verdoppelt. Schon heute leidet jeder 10. Mensch in Deutschland unter Typ-2-Diabetes. Tendenz massiv steigend. Experten wie Prof. Dr. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Diabetologie im Krankenhaus Porz am Rhein, gehen davon aus, dass die große Welle an Neuerkrankungen erst noch bevorsteht. "Deutschland gehört nämlich weltweit zu den Staaten, die die meisten Übergewichtigen haben", erklärt Prof. Holtmeier. "Die Patienten, die aus diesen Gründen einen Diabetes bekommen, werden immer jünger."

"Wir müssen vor den Gefahren durch Diabetes warnen"

Unter dem bewusst mehrdeutigen Titel "Diabetes - es bewegt sich was" veranstalten Prof. Holtmeier und das Diabetes-Team des Krankenhauses Porz am Rheinam 16.04.2016, 10 bis 14 Uhr, im Bezirksrathaus Porz am Rhein den mittlerweile 11. Porzer Diabetikertag. "Wir müssen die Menschen dringend vor den Gefahren durch Diabetes warnen. Die Welle naht sonst unaufhaltsam und wird unser Gesundheitssystem in ein paar Jahren in die Knie zwingen", sagt Prof. Holtmeier.

Diabetes ist nämlich nur ein Teil des Problems von Diabetikern. Meist gehen mit dem Diabetes auch ein hoher Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte einher. "Man nennt das in der Medizin das tödliche Quartett", sagt Prof. Holtmeier.

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sind meist schon Schädigungen im Körper festzustellen. Diabetes entwickelt sich nämlich schleichend über zehn Jahre und mehr. Dabei kann es z.B. zu Schädigungen des Herzens kommen. Etwa ein Drittel aller Herzinfarkte geht auf das Konto des Diabetes. Das Tückische: Weil bei Diabetes-Patienten u.a. feine Nervenstrukturen absterben, spüren sie teilweise die Vorboten eines Herzinfarktes nicht ausreichend. Zudem: "Überall, wo feine Gefäße im Körper die Durchblutung sicherstellen, kann es zu Schädigungen kommen", sagt Prof. Holtmeier. Neben dem Gehirn, dem Herz, den Nieren und den Augen können auch die Beine davon betroffen sein. Allein 70 Prozent aller Fuß- bzw. Beinamputationen sind bundesweit durch den Diabetes bedingt.

Welche "kleinen Fehler" machen Diabetiker?

Entsprechend den Auswirkungen des Diabetes  ist das Programm des Diabetikertages breit aufgestellt. Experten stellen neue Therapien vor, erklären den Zusammenhang zwischen Diabetes und Herz und gehen der Frage nach, wie sich Diabetiker zu einer Therapie motivieren sollten. Außerdem erläutern Diabetesberater, welche "kleinen Fehler" viele Diabetiker machen, die jedoch eine "große Wirkung" haben können. Die Vorträge dauern von 10 bis 12 Uhr. Anschließend besteht die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen des 11. Porzer Diabetikertages werden sich zudem u.a. vorstellen: Gesundheitszentrum am Krankenhaus Porz am rhein, Diabetes-Selbsthilfegruppen sowie einige Porzer Apotheken. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hat neben dem Bezirksbürgermeister von Porz auch die Deutsche Diabetes-Hilfe, Bezirksverband Köln/Rhein-Erft-Kreis übernommen.

(Quelle: Krankenhaus Porz am Rhein; redaktionell bearbeitet: rrm)

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