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Herzinfarkt

Ruhrgebiet ist Schlusslicht bei Sterblichkeit

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(Quelle: Ernst Bruckenberger/bruckenberger.de)

Vor allem in Duisburg ist die Wahrscheinlichkeit, an einem akuten Herzinfarkt zu sterben, bundesweit mit am höchsten. Das geht aus dem Herz-Bericht 2008 hervor, der am 1.10.2009 in Duisburg zum Auftakt der "Fokustagung Herz" der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie vorgestellt wurde. Demnach schneidet aber auch das Ruhrgebiet insgesamt einschließlich Düsseldorf eher schlecht ab, wenn es um die Fallzahlen geht, in denen Patienten an einem akuten Infarkt sterben. Ähnlich schlecht fallen neben Oberbayern sonst nur noch Regionen in den neuen Bundesländern in der Statistik auf. Während im Bundesdurchschnitt auf 100.000 Einwohner knapp 70

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Sterbefälle infolge eines Infarktes gemessen wurden, liegt diese Sterbefallzahl in Duisburg fast doppelt so hoch (+ 91,6 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt). Aber auch Städte wie Essen, Düsseldorf oder Recklinghausen liegen zum Teil deutlich über dem Mittelwert. Einziges positiv auffalendes Beispiel ist hier Bottrop, Bochum und Dortmund.

Viele Ursachen für schlechtes Abschneiden der Ruhrregion möglich

Die Forscher können jedoch nur mutmaßen, warum gerade das Ruhrgebiet derart aus dem Rahmen fällt. Die Verfasser des Herz-Berichts schlagen eine ganze Reihe von Ursachen vor, warum Regionen schlechter abschneiden. Neben der ungesunden Lebensweise, dem geringeren Bildungsniveau und der Zusammensetzung der Bevölkerung (z.B. Migrantenanteil) werden u.a. auch die Schnelligkeit und Qualität der Rettungsdienste/Notärzte, die Art und der Umfang ambulanter und stationärer Versorgungen sowie die Qualität der Todesursachenfeststellung angeführt.

Ob, und wenn ja inwieweit diese Gründe allerdings auf das Ruhrgebiet zutreffen, können die Forscher nicht eindeutig sagen. Antworten hierauf, so die Forscher einhellig, müsste eigentlich aus der Versorgungsforschung kommen, die jedoch diesbezüglich rudimentär sei.

In Berlin war 2007 die geringste Infarktsterblichkeit

Insgesamt ist die Infarktsterblichkeit laut Herz-Bericht jedoch gesunken. 2007 starben in Deutschland 57.788 Patienten an akutem Herzinfarkt; das sind gegenüber dem Vorjahr 2150 (oder 3,6 %) weniger. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die Zahl der an akutem Herzinfarkt Gestorbenen um 9.494 zurückgegangen. Die geringste Infarktsterblichkeit war 2007 - auf Bundesland-Ebene - in Berlin (24,5 Gestorbene pro 100.000 Einwohner), gefolgt von Bremen (37,3) und Schleswig-Holstein (39,3); die höchsten Werte wurden in Sachsen-Anhalt (103,1), Sachsen (94,6) und Brandenburg (94,1) verzeichnet.

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