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Operationen im Gesicht

Junger Patient lässt sich Kiefer und Nase richten

Bei einem jungen Mann aus dem Sauerland hatten die Mediziner am Klinikum Dortmund eine Korrektur des Ober- und Unterkiefers vorgenommen, weil sich dieser mit Beginn der Pubertät stark verformt hatte. Zähne mussten verschoben und der Kiefer gedehnt werden. Dies geschah mit einem Titan-Dehnapparat im Gaumen, der täglich verstellt wurde. Der Knochen war also gezwungen, in die vorgegebene Richtung zu wachsen. Letztlich wurde noch der Unterkiefer verkleinert, was die Mediziner am Klinikum Dortmund während der Operationen durch einen gezielten Knochenbruch und den Einsatz von Metallplatten erreichten. Dr. Dr. Lars Bonitz, Facharzt Mund-Kiefer-Gesicht / Plastische OP sowie Fachzahnarzt, hatte den Patienten dort maßgeblich behandelt.

Der WDR berichtete über den Patienten. Nach den Eingriffen kam es zur deutlichen Besserung der Kau-Funktion und aufgrund des nun wieder angepassten Kiefers auch zu einer Harmonisierung der Gesichtsproportionen. Der junge Mann wollte abschließend noch eine Korrektur seiner Nase, eigentlich ein Fall für den Schönheitschirurgen. "Ich habe keine funktionalen Probleme mit der Nase, ich kann frei atmen, ich bin also ganz ehrlich, es ist rein ästhetisch", sagte der Patient. Den mehrere tausend Euro teuren Eingriff an der Nase musste er damit privat zahlen.

Klinikum Dortmund: Reine Schönheitschirurgie ist eher selten

"Der Eingriff am Kiefer war zweifelsohne medizinisch notwendig", sagt Prof. Dr. med. Dr. dent Stefan Haßfeld, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Dortmund. "Aber wir haben ca. zehn Prozent der Patienten, die dann quasi noch das i-Tüpfelchen, also in diesem Fall die Nasenkorrektur wollen. Das können und möchten wir nicht verweigern." Reine Schönheitschirurgie sei in seiner Klinik aber relativ selten, wenngleich die angewandten Behandlungs-Methoden oftmals gleich seien.

„Wir können die Risiken besser einschätzen“

Die moderne Technik mache erstaunliches möglich, sagt Prof. Haßfeld. "Wir können heutzutage durch dreidimensionale Gesichts-Scans viel besser planen und unserem Patienten zeigen, was am Ende herauskommen wird. Wir können auch Risiken besser einschätzen." Vielfach sind es im Klinikum Dortmund Unfallopfer oder Tumorpatienten, denen das Team von Prof. Haßfeld hilft, wieder ein den Umständen entsprechendes Aussehen zu erlangen. "Bei unseren Patienten geht es also meist nicht nur um Form, sondern auch um Funktion."

(Quelle: Klinikum Dortmund; bearbeitet von: rrm)

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