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Schlafstörungen im Alter

Wenn der Schlaf "altert": Senile Bettflucht kann medizinische Ursachen haben

schlafen

Sie klagen über Schlaflosigkeit und schlafen am Tage, sie gehen früh zu Bett, schlafen wenig in der Nacht und stehen morgens früh auf. Alte Menschen schlafen anders als junge Menschen. Aber brauchen sie auch weniger Schlaf? Senile Bettflucht nennen manche dieses Phänomen. Das Schlafbedürfnis bleibt nach der Pubertät bis ins hohe Alter gleich. Die Verteilung der Schlafperioden ändert sich aber. Es ist wichtig, diese normalen Veränderungen des Schlafes im Alter zu kennen, um die manchmal hohen Erwartungen an das eigene Schlafvermögen zu korrigieren, so die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) anlässlich des World Sleep Day.

Ein weit verbreitetes Problem alter Menschen – insbesondere wenn sie alleine leben – ist das frühe Zubettgehen sowie häufige Nickerchen im Tagesverlauf. Hierdurch reduziert sich das nächtliche Schlafbedürfnis und fördert Wachphasen in der Nacht, die als Schlaflosigkeit beklagt werden. Hilfreich ist in dieser Situation eine genaue Befragung nach dem Schlafverhalten und Aufklärung über die Veränderung des Schlafes im Alter. Durch Hinauszögern der abendlichen Bettgehzeiten, Aktivitäten und geeignete Beleuchtung im Tagesverlauf und Verzicht auf zu viele und zu lange Nickerchen lassen sich viele Schlafprobleme älterer Menschen bessern.

Wachzeiten von bis zu zwei Stunden normal

So wie viele Organe des Körpers älter werden, „altert“ auch der Schlaf. Der Schlaf ist im höheren Lebensalter weniger tief und häufiger von Wachphasen unterbrochen. Dabei gelten Wachzeiten in der Nacht von bis zu zwei Stunden noch als normal, wenn die Befindlichkeit am Tage nicht beeinträchtigt ist, erklärt DGSM-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Frohnhofen.

Schlafbezogene Atemstörungen im hohen Lebensalter

Ein großes Problem des älteren Menschen sind Begleiterkrankungen und viele verordnete Medikamente, die auch das Schlafvermögen beeinflussen. Auch können Schlafstörungen auf andere, ernste Erkrankungen wie Depressionen oder das Syndrom der unruhigen Beine hinweisen. Hier führt die Behandlung der auslösenden Erkrankungen auch zu einer Verbesserung des Schlafes. Auch schlafbezogene Atemstörungen finden sich sehr häufig im hohen Lebensalter. Das typische Symptom der Tagesmüdigkeit wird von älteren Menschen oft als normal akzeptiert. Müdigkeit ist aber auch im höheren Lebensalter nicht normal, zumal sie Lebensqualität und Leistungsfähigkeit reduziert. Auch bei vielen älteren Menschen kann eine Schlafapnoe leitliniengerecht behandelt werden. Wichtig ist jedoch im Vorfeld, die älteren Menschen herauszufinden, die von einer nächtlichen Maskenbeatmung wirklich profitieren und diese Therapie dann auch fortführen. Auch betagten Menschen sollte diese segensreiche Behandlung nicht vorenthalten werden.

(Quelle: DGSM / bearbeitet: rrm)

- 14.3.2013 -

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