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Schlafstörungen durch zu viel Technik

Datenbrillen könnten für eine Reizüberflutung sorgen

schlafen

(Noch sind Datenbrillen wie diese Phantasiebrille hier Science-fiction)

Mit großer Sorge blicken Schlafforscher in Deutschland auf die geplante Einführung von virtuellen Datenbrillen, wie sie z.B. vom Suchmaschinen-Anbieter Google auf den Markt gebracht werden sollen. Die Brille könnte eines Tages vielleicht sogar die Smartphones ablösen. Sie übermittelt in Echtzeit Daten aus dem Internet und spielt sie in das Sichtfeld ihres Trägers. Der Suchmaschinen-Anbieter will damit die virtuelle in die reale Welt holen. Dies aber sei eine neue Qualität der Reizüberflutung, die das Gehirn insbesondere von Kindern und Jugendlichen kaum noch verarbeiten könne, heißt es dazu von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) anlässlich des World Sleep Day am 15. März 2013.

„Es gibt schon heute Studien, die belegen, dass Kinder und Jugendliche, die länger als eine Stunde pro Tag Freizeitmedien wie Internet oder Computerspiele nutzen, negative Folgen für ihren Schlaf zu befürchten haben. In Folge des nicht erholsamen Schlafes kommt es zu Unruhe, Konzentrationsverlust und Problemen in der schulischen Leistungsfähigkeit“, sagt DGSM-Vorsitzender Dr. med. Alfred Wiater. Der Kölner Schlafmediziner bemängelt vor allem, dass aufgrund der massiven Ausweitung der neuen Medien in das reale Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen eine Verarbeitung des Erlebten im Schlaf kaum noch möglich ist. „Ich halte die neuen Medien für unverzichtbar, keine Frage. Das Internet sollte also für Kinder kein Tabu sein. Entscheidend ist aber, die Kinder behutsam heranzuführen und sie in ihren Aktivitäten zu begleiten. Und zwar so, wie dies in allen anderen Entwicklungsschritten auch sein sollte, schließlich schicke ich ein Kind ja auch nicht am ersten Schultag alleine in die Schule“, so Dr. Wiater.

Negative und gesundheitsgefährende Entwicklungen

Natürlich könne noch nicht abgeschätzt werden, ob und inwieweit neue Anforderungen durch intensive Mediennutzung positive Effekte auf die Evolution des Menschen haben. „Aus dem aber, was wir bisher sagen können, geht klar hervor, dass es einige negative und gesundheitsgefährdende Entwicklungen gibt, die wir hier und heute ernst nehmen müssen. Wir wissen z.B. heute, dass sich bei Kindern, die viele SMS am Tag schreiben, die Gehirnstrukturen bereits verändert haben“, sagt Dr. Wiater. Hinsichtlich der Internetnutzung seien ähnliche Entwicklungen absehbar.

(Quelle: DGSM / bearbeitet: rrm)

- 14.3.2013 -

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