Das unabhängige Online-Gesundheitsmagazin
 

Bis zu 2,7 Millionen Schlafmittelabhängige

Experten warnen: Schlafstörungen können
Depressionen verursachen

schlafen

Wenn Schlafstörungen nicht richtig behandelt werden und chronifizieren, haben Betroffene ein bis zu achtfach höheres Risiko, eine Depression oder Angststörung zu entwickeln. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin anlässlich des Weltschlaftags hin. Der Zusammenhang mit den Depressionen ist deshalb so brisant, weil bei 8 von 10 Betroffenen in Deutschland die Schlafstörung bereits länger als ein Jahr, bei jedem 4. Patienten sogar schon länger als zehn Jahre andauert. Insgesamt leiden bundesweit 4,8 Millionen Menschen an Ein- oder Durchschlafstörungen.

Bei Jugendlichen mit unbehandelten und chronischen Schlafstörungen steigt ebenfalls das Risiko für psychische Störungen. Darüber hinaus konnten Studien aber auch zeigen, dass diese Jugendliche im Erwachsenenalter häufiger Drogen konsumieren oder Selbstmordversuche unternehmen. „Es ist also extrem wichtig, diese Störungen möglichst frühzeitig zu erkennen und auch adäquat zu therapieren“, sagt Dr. Hans-Günter Weeß, Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster.

Verhaltenstherapie sollte Teil der Behandlung sein

Angesichts der bis zu 2,7 Millionen Schlafmittelabhängigen in Deutschland warnt der Experte jedoch davor, die Behandlung ausschließlich medikamentös vorzunehmen. Zumal die Präparate oftmals nicht an den eigentlichen Ursachen ansetzen. Vor allem verhaltenstherapeutische Maßnahmen, welche das Ziel haben, die Verhaltensweisen und Einstellungen des Patienten zum Schlaf und während des Schlafes zu verändern, gelten als ursächliche und erfolgreiche Therapie. Diese verhaltenstherapeutischen Verfahren werden aber, so Weeß, zugunsten des schnellen Griffes zum Rezeptblock noch immer zu selten eingesetzt.

Gewichtszunahme durch Antidepressiva möglich

Sekundäre Schlafmittel, wie z.B. müde machende Antidepressiva, welche aufgrund des geringen Abhängigkeitspotentials als Alternative zu Schlafmitteln häufig eingesetzt werden, bergen nicht selten das Risiko einer Gewichtszunahme und stellen laut Weeß nicht immer eine Alternative zu den zu körperlicher Gewöhnung führenden Schlafmitteln dar. Die Gewichtszunahme durch Antidepressiva kann ebenfalls wieder Schlafstörungen wie das krankhafte nächtliche Schnarchen mit Atemstillständen (Schlaf-Apnoe) hervorrufen. So findet sich bei nahezu jedem 5. Patienten mit Depressionen und medikamentöser antidepressiver Therapie gleichzeitig eine Schlaf-Apnoe.

(Quelle: DGSM / bearbeitet: rrm)

- 14.3.2013 -

Bookmarken / Empfehlen Sie diese Seite auf:
twitter/ yigg/ mister wong / delicious / digg / facebook / folkd / google.de / linkarena / yahoo / studivz / stumbleupon/ newsvine / reddit

Selbsthilfegruppen
   

Bochum
Bottrop
Dortmund
Essen
Gelsenkirchen
Hamm
Hattingen

Hilden
Krefeld
Mülheim
Oberhausen
Recklinghausen
Troisdorf
weitere...
   

Loading

 

 Anzeige

Die "neue Hüfte" (Arthrose):

hirn-aneurysma

 

OP bei verengter Schlagader:

halsschlagader

 

3-D-Bilder des Herzens aus CT:

ablation

 

Kälte-Katheterablation im Film:

ablation

Bevor die Bauchaorta platzt:

bauchaorta

herzrisiko

 

Aidshilfe

Tipps & Termine
 

Inkontinenz: 14.06.2012, Wenn die Hängematte ausleiert - Moderne Therapien bei Senkungs- und Inkontinenzzuständen, CA PD Dr. Georg Kunz, Dr. Gregor Engelke, Klinik für Gynäkologie, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr.

Diäten: 03.07.2012, Auf und nieder immer wieder. Diät - neueste Erkenntnisse, PD Dr. Georg Kunz, Klinik für gynäkologie und Geburtshilfe, St.-Johannes-Hospital. Ab 18.30 Uhr bieten wir einen "kleinen Gesundheitscheck" an. 19.30 Uhr beginnen die Vorträge.


NEWSLETTER BESTELLEN

NewsletterNews von rrm RHEIN RUHR MED
Sie wollen über aktuelle Interviews mit Ärzten und News aus der Medizin auf dem Laufenden bleiben? Da haben wir was für Sie [mehr...]
oder folgen Sie uns über:

Follow rheinruhrmed on Twitter

 

Aidshilfe

DAS EMPFEHLEN UNSERE USER:

wammackMeist geklickt in 2014:
Prostata-Krebs ist nach wie vor ein Tabu-Thema, denn Männer gehen immer noch zu selten zur Vorsorge. Das Interview mit Prof. Wammack zählte 2014 zu den meistgeklickten Beiträgen aus rheinruhrmed. [mehr...]

 

AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE - ÜBERSETZT:

polen   tuerkei   frankreich