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Hämorrhoiden

Behandlung ohne operativen Schnitt

Hämorrhoiden können die Lebensqualität desjenigen, der unter ihnen leidet, sehr stark beeinträchtigen; dazu sind entsprechende Probleme auch deshalb ernst zu nehmen, weil gravierende gesundheitliche Risiken mit ihnen verbunden sein können. An der Klinik Vogelsangstraße stehen jetzt zwei Verfahren zur Behandlung dieser Krampfadern ähnlichen Erweiterungen von Blutgefäßen im Schließmuskelbereich zur Verfügung.

Verfahren kommen je nach Schweregrad zum Einsatz

Dabei handelt es sich um die Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur sowie das Recto-Anal-Repair. „Wir verfügen damit über zwei Möglichkeiten, die je nach Schweregrad zur Anwendung kommen“, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Peter Prohm. „Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass nicht mit operativen Schnitten gearbeitet, das schmerzende Gewebe also abgetragen wird. Vielmehr kann man sagen, dass diese eingedämmt werden.“ Dabei kommen Mittel und Verfahren zum Einsatz, die unter dem aus operativen Fächern bekannten Begriff minimal-invasiv rangieren. Bei der Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur (HAL) werden die Hämorrhoidalarterien mit Hilfe eines speziellen Doppler-Rektoskops über Ultraschall lokalisiert.

Reduzierung der Blutzufuhr senkt den Druck in den Hämorrhoidalgefäßen

Dieses Instrument zur Spiegelung des Mastdarms ermöglicht es dem Operateur, die Hämorrhoiden zu umstechen. Auf diesem Wege kommt es zu einer Reduzierung der Blutzufuhr, und der Druck in den Hämorrhoidalgefäßen sinkt. Über die folgenden Wochen „schrumpfen“ die Hämorrhoiden und gelangen wieder in die vorgesehene Position im Analkanal. Gefäße und Schleimhaut müssen dabei weder entfernt noch genäht werden – ein wichtiger Vorteil, weil ein sehr schonendes Verfahren zur Anwendung kommt, dass darüber hinaus die Funktion des Schließmuskels erhält und stabilisiert. Und: Der Eingriff findet im schmerzfreien Bereich der Mastdarmschleimhaut statt – ein wesentlicher Unterschied zum Operationsgebiet bei einem klassischen Hämorrhoiden-Eingriff. Sind die Hämorrhoiden so weit vorgefallen, dass die HAL als exklusives Verfahren keine Besserung bringen kann, kommt zusätzlich das Recto-Anal-Repair (RAR) zum Einsatz. Beim RAR wird die Schleimhaut zusätzlich mit fortlaufenden Nähten gerafft. Hierdurch geschieht ein noch stärkeres Hinaufziehen der Schleimhaut in Richtung Mastdarm. Beide Verfahren können Angst vor dem Eingriff nehmen und dienen dem Ziel, die Heilung zu beschleunigen und Funktion zu erhalten.

(Quelle: Kliniken St. Antonius; redaktionell bearbeitet: rrm)

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