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Neue Therapieansätze bei Multiple Sklerose

Welche Rolle spielen Darmflora und Parasiten?

Trotz andauernder Forschung ist die chronische neurologische Krankheit Multiple Sklerose (MS) bis heute weder heilbar noch sind die Ursachen vollständig geklärt. Schätzungen zufolge leben in Deutschland etwa 120 000 Menschen mit MS, die darunter leiden, dass körpereigene Abwehrzellen das zentrale Nervensystem angreifen. Die Krankheit tritt in der Regel erst im jungen Erwachsenenalter auf. Im Lauf der Zeit können sämtliche über Nervenimpulse gesteuerte Körperfunktionen von den Ausfällen betroffen sein, wie z.B. der Bewegungsapparat, die Sinnesorgane. Nicht zu unterschätzen sind darüber hinaus die Auswirkungen auf die Psyche.

Ursachenforschung

Die Ursachen der Multiplen Sklerose liegen bis heute im Dunkeln. Aktuell beschäftigen sich einige Studien mit der Frage, welche Rolle die Darmflora bei dieser Erkrankung spielt. Beobachtungen, dass eine Verbindung zwischen MS und der Darmflora existiert, gibt es schon länger. So wird diese neurologische Erkrankung oft von Verdauungsstörungen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen begleitet. Neueren Untersuchungen zufolge kann die Aktivierung der autoreaktiven Immunzellen durch eine intakte Darmflora angestoßen werden.

Aktuelle Therapieformen

Da die MS als unheilbar gilt, zielen derzeitige therapeutische Maßnahmen darauf ab, die Unabhängigkeit der Betroffenen im Alltag zu erhalten und ihnen die bestmögliche Lebensqualität zu gestatten. Derzeit gibt es drei verschiedene Therapieverfahren:

Neuer Ansatz für die MS-Therapie

Ein Team australischer und amerikanischer Forscher ist der Frage nachgegangen, ob parasitäre Würmer Autoimmunerkrankungen wie die Multiple Sklerose dämpfen oder sogar vorbeugen können. Die Vermutung vieler Forscher, dass der Anstieg an Allergien sowie Autoimmunerkrankungen in den Industriestaaten mit extremer Hygiene und dem Rückgang parasitischer Würmer zusammenhängen könnte, ist nicht neu. Inzwischen ist es den Forschern gelungen, zwei Moleküle zu entdecken, die von Hakenwürmern erzeugt werden und das menschliche Immunsystem beeinflussen können. Der Hakenwurm scheidet ein als AcK1 bezeichnetes Molekül aus und beeinflusst dadurch das Immunsystem positiv. Möglicherweise kann die Substanz des Wurms zukünftig als Mittel gegen Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose zum Einsatz kommen. Bei entsprechender Eignung wäre dieser Wirkstoff in Tablettenform die optimale Alternative zu der nicht risikolosen Wurmtherapie, die durch Infizierung mit lebenden Würmern erfolgt.

(Quelle: europa apotheek; redaktionell bearbeitet: rrm)

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