Das unabhängige Online-Gesundheitsmagazin
 

"Jede 3. Frührente ist durch Rheuma bedingt" *

PD Dr. Strunk

Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Strunk

Leiter der rheumatologischen Fachabteilung am Krankenhaus Porz am Rhein; Facharzt für Innere Medizin / Rheumatologie

rheinruhrmed: Dr. Strunk, wenn jemand nur mit Rückenschmerzen vom Stuhl aufstehen kann oder morgens die Finger nicht sofort richtig bewegen kann, sagt der Volksmund gern sofort: „Das ist Rheuma!“ Sieht man einem Menschen in Situationen wie diesen tatsächlich an, dass er Rheuma hat?

PD Dr. med. Strunk: Nein, wenn man kein Fachwissen hat, ist das sehr schwer. Den meisten sieht man überhaupt nichts an. Ich höre immer wieder von jüngeren Rheuma-Patienten, die voll im Berufsleben stehen, dass sie von ihrem Umfeld gesagt bekommen: „Mensch, Du siehst doch blendend aus. Und Du sollst Rheuma haben?“ Aber man muss auch unterscheiden: Es gibt nämlich nicht das Rheuma, sondern viele verschiedene Arten. Grundsätzlich kennen wir drei Hauptgruppen rheumatischer Erkrankungen. Das, was wir hier am Krankenhaus Porz am Rhein in der internistischen Rheumatologie behandeln, ist nur ein kleiner Teil aller rheumatischen Ausprägungen, nämlich die entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Die häufigste Erkrankung in dieser Gruppe wiederum ist die rheumatoide Arthritis.

rheinruhrmed: Wie klein ist denn die Gruppe der entzündlichen rheumatischen Erkrankungen im Verhältnis zur Gruppe aller Rheumatiker?

PD Dr. med. Strunk: Die Häufigkeit der Erkrankungen liegt bei ca. 1-2 %, d.h. 1 bis 2 Menschen pro 100 Menschen haben oder bekommen Rheuma. Wir haben es also mit Erkrankungen zu tun, die sehr speziell sind und mit denen Ärzte normalerweise nicht so häufig konfrontiert werden. Deshalb darf man zum Beispiel seinem Hausarzt da auch keinen Vorwurf machen. Solche Fälle hat er einfach zu selten – und sie sind dementsprechend schwierig zu diagnostizieren.

rheinruhrmed: Der Gang zum Rheumatologen wäre da doch sicherlich eher zu empfehlen?

PD Dr. med. Strunk: Ja, aber davon gibt es in Deutschland immer noch zu wenig. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie empfiehlt, dass es etwa zwei Rheumatologen pro 100.000 Einwohner geben müsste. Wenn wir aber mal Köln nehmen, würde das bedeuten, dass wir bei einer Million Einwohnern 20 Rheumatologen bräuchten. Tatsächlich gibt es aber hier gerade mal ca. acht. Mit unserer Abteilung im Krankenhaus Porz am Rhein sind wir in der Millionen-Stadt Köln sogar nur die einzige bettenführende klinische Fachabteilung für internistische Rheumatologie - neben der Universität, die jedoch ambulant behandelt.

rheinruhrmed: Mit welchen Rheuma-Erkrankungen hat ein Hausarztes denn häufiger zu tun?

PD Dr. med. Strunk: Die häufigsten Rheuma-Erkrankungen, wenn man Rheuma mal als „Schmerzen am Bewegungsapparat“ zusammenfasst, sind die degenerativen Erkrankungen, vor allem die Arthrose, also die Abnutzung der Gelenke an Schulter, Hüfte und Knie. Das ist ja regelrecht bereits ein Volksleiden. Aber diese Art von Rheuma hat nichts mit dem entzündlichen Rheuma zu tun, schließlich entsteht eine Arthrose ja eher durch mechanische Abnutzung des Gelenkknorpels, während entzündliches Rheuma durch einen Autoimmunprozess verursacht wird. Beim Rheuma spielt das Immunsystem regelrecht verrückt. Statt irgendwelche Feinde, also z.B. eindringende Bakterien zu bekämpfen, geht das Immunsystem gegen den eigenen Körper vor, etwa gegen die Gelenkinnenhaut, Wirbelkörper, Blutgefäße, Leber usw. Durch diesen Angriff kommt es dann zu einer chronischen Entzündung.

rheinruhrmed: Helfen Schmerzmittel da weiter?

PD Dr. med. Strunk: Nicht wirklich, weil Rheuma keine Schmerzkrankheit ist, obwohl der Patient natürlich Schmerzen spürt. Es geht also nicht darum, dem Patienten Schmerzmittel zu geben – in dem Glauben, dass dies zu einer Linderung führt. Sicherlich kann man sich mit Schmerzmitteln über den Tag retten, aber die eigentliche Ursache, nämlich der Zerstörungsprozess im Körper, geht weiter voran.

rheinruhrmed: Bleibt noch die dritte Gruppe der Rheuma-Erkrankungen …

PD Dr. med. Strunk: … ja, und zwar die Gruppe, die wir unter dem Begriff „Weichteilrheumatismus“ zusammenfassen. Dabei handelt es sich weder um eine Entzündung noch um eine Abnutzung. Beim Weichteilrheumatismus haben wir es vielmehr mit Schmerzen zu tun, die bei Überlastungen, aber auch manchmal einfach nur so auftreten können. Das klassische Krankheitsbild, das hierunter fällt, ist der „Tennisarm“, also eine Sehnenreizung. Einen Tennisarm kriegen Sie ja selbst dann, wenn Sie kein Tennis spielen. Im Prinzip gehört zum Weichteilrheumatismus aber auch schon die klassische Muskelverspannung, die jeder irgendwann mal hat.

rheinruhrmed: Das sind ja durchaus gängige Leiden, also hatten viele Menschen schon mal allgemein „Rheuma“.

PD Dr. med. Strunk: Durchaus, und wenn man diese drei eben genannten Gruppen rheumatischer Erkrankungen zusammennimmt, dann ist Rheuma volkswirtschaftlich gesehen durchaus ein großes Problem. So ist zum Beispiel jede 3. Frührente durch Rheuma bedingt – genauso wie jeder 5. Krankenhaustag und etwa ein Viertel aller durch Arbeitsunfähigkeit verlorenen Erwerbstätigkeitsjahre. Man konnte die Erkrankungen früher einfach nicht adäquat behandeln. Deshalb kam es bei dem Patienten zu teilweise eklatanten Schäden, so dass er arbeitsunfähig wurde und in Frührente gehen musste. Das hat sich aber in den letzten zehn bis zwanzig Jahren deutlich verändert – und zwar hin zu zugegeben etwas teuren, aber eben besseren medikamentösen Behandlungen. Sie verhindern, dass die Patienten arbeitsunfähig werden.

rheinruhrmed: Welche entzündlichen Rheuma-Erkrankungen behandeln Sie auf ihrer internistischen Fachabteilung?

PD Dr. med. Strunk: Grundsätzlich alle. Wenn ein Patient zu uns kommt, ist es oft unklar, welche Erkrankung er genau hat. Manchmal ist das Krankheitsbild klassisch ausgeprägt und die Diagnose lässt sich direkt stellen. Aber das muss nicht immer so sein. Dann müssen wir den Patienten eingehend untersuchen und Befunde sammeln: Laborbefunde, Röntgenbefunde, Ultraschallbefunde, MRT, CT usw. Mit Hilfe all dieser Daten lässt sich dann eine Feindiagnostik vornehmen. Die rheumatoide Arthritis ist dabei die häufigste Diagnose in der Gruppe der entzündlichen Rheuma-Erkrankungen. Die rheumatoide Arthritis ist das klassische Gelenkrheuma, früher sagte man dazu „chronische Polyarthritis“. Diese Erkrankungen gibt es überall auf der Welt, übrigens auch in warmen Ländern.

rheinruhrmed: Es gibt doch sogar auch schon Kinder, die davon betroffen sind.

PD Dr. med. Strunk: Ja, es gibt juvenile, also kindliche Formen der rheumatoiden Arthritis. Bei einer Patientin von mir trat diese Form des Rheumas erstmals auf, als sie sechs Jahre alt war. Sie wurde behandelt. Die Erkrankung war scheinbar weg. Doch jetzt, zehn Jahre später, kam es zu einem erneuten Schub. Das Gute an den kindlichen Formen der rheumatoiden Arthritis ist jedoch, dass die Remissionsrate hoch ist. Das heißt, wir haben in diesen Fällen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung vollständig zurückgeht und auch wegbleibt. Man weiß es aber nie ganz genau.

rheinruhrmed: Ist es wahrscheinlicher, dass Kinder entzündliches Rheuma kriegen, wenn die Eltern bereits daran erkrankt sind?

PD Dr. med. Strunk: Es gibt durchaus familiäre Häufungen, das lässt sich beobachten. Deshalb fragen wir auch immer Patienten danach, ob Rheuma in der Familie bereits aufgetreten ist. Auch Schuppenflechte kann ein Hinweis sein. Bislang können wir aber nicht wirklich beweisen, dass es hierfür eine genetische Ursache gibt. Ich rate aber auch davon ab, irgendwelche Rheumafaktoren bei Kindern zu bestimmen, weil sie ohne passende Beschwerdesymptomatik in dem Alter keinen wirklichen Aussagewert haben.

rheinruhrmed: Stimmt es, dass jemand entzündliches Rheuma hat, die Krankheit aber im Blut nicht nachgewiesen werden kann?

PD Dr. med. Strunk: Das gibt es durchaus. Bei der rheumatoiden Arthritis unterscheiden wir die seropositive und die seronegative Arthritis. Seropositiv bedeutet, dass wir den Rheumafaktor nachweisen können. Es gibt aber auch Patienten, die immer wieder zum Arzt gehen und bei denen der Rheumafaktor nie festgestellt wird, er also seronegativ ist. Und doch hat der Patient Rheuma. Doch auch der umgekehrte Fall ist möglich: Bei einem Patienten werden die Rheumafaktoren positiv gemessen, aber der Patient fühlt sich kerngesund. Es ist also gar nicht so einfach zu bestimmen. Man braucht ein gewisses Fachwissen. Ein Hausarzt ist da, wie schon gesagt, nicht selten überfragt. Ich erlebe es sogar gelegentlich, dass Patienten die Diagnose aufgrund eigener Recherchen in Fachliteratur die Diagnose eher gestellt haben.

rheinruhrmed: Fällt Morbus Bechterew auch in die Gruppe der entzündlichen Rheuma-Erkrankungen?

PD Dr. med. Strunk: Ja, und zwar in die Untergruppe der Spondyloarthritiden. Dabei handelt es sich um Erkrankungen, bei denen vordergründig die Wirbelsäule betroffen ist. Dazu zählt auch der Morbus Bechterew, bei dem sich die Wirbelsäule derart entzündet, bis die einzelnen Wirbel verknöchern und die Wirbelsäule insgesamt versteift. Hauptsächlich junge Männer sind hiervon betroffen. Man kann ungefähr sagen, dass das Verhältnis der Geschlechter beim Morbus Bechterew etwa bei drei zu eins liegt: Männer bekommen also dreimal so häufig wie Frauen diese Krankheit. Anders ist das übrigens bei Gelenkrheuma: Das bekommen die Frauen etwa dreimal so häufig wie Männer. Morbus Bechterew fängt meist schon mit dem 18. oder 19. Lebensjahr an – und am Anfang glaubt man den jungen Menschen auch nicht wirklich, wenn sie über Rückenschmerzen klagen. Das wird dann meist als einfacher Schmerz abgetan. Diese Patienten haben jedoch nachts derart starke Rückenschmerzen, dass sie nicht mehr schlafen können.

rheinruhrmed: Der Volksmund kennt auch noch „Organ-Rheuma“. Gibt es das wirklich?

PD Dr. med. Strunk: Ja, durchaus. Es fällt in die Untergruppe der „Kollagenosen/Vaskulitiden“. Diese Erkrankungen sind weitaus seltener, aber wesentlich schlimmer. Hierbei sind nämlich nicht die Gelenke entzündet, sondern die Blutgefäße und damit auch die Organe. Das bedeutet also, dass wir hier rechtzeitig eine Behandlung einleiten müssen, ehe es zu spät ist. Zu dieser Gruppe gehören Krankheiten wir Lupus, Sklerodermie oder auch der Morbus Wegener. Das sind jeweils ganz unterschiedliche Verläufe von Erkrankungen. Übrigens, eine weitere Untergruppe der entzündlichen Rheuma-Erkrankungen sind die Spondyloarthritiden, zu denen auch die Schuppenflechten-Arthritis gehört, eine wichtige Diagnose, weil sie die Gelenke und die Wirbelsäule gleichermaßen betreffen.

rheinruhrmed: Ist Gicht eine Form von Rheuma?

PD Dr. med. Strunk: Nein, Gicht ist keine klassische Rheuma-Krankheit, weil es keine Autoimmunerkrankung ist. Im Mittelalter war Gicht die Erkrankung der Könige und Fürsten. Karl der Große, aber auch Martin Luther sind zum Beispiel Gicht-Patienten gewesen. Man sagte früher, dass die Krankheit damit zusammenhängt, weil die Könige und Fürsten immer so gut und viel gegessen haben. Nun lässt sich aber daraus nicht folgern, dass der, der gut und viel isst, automatisch Gicht bekommt. Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die aufgrund eines Enzymdefekts entsteht. Betroffene können bestimmte Stoffe einfach nicht abbauen, weshalb zu viel Harnsäure im Körper anfällt. Das kann zu einer Arthritis führen, aber auch zu Organablagerungen führen, wenn sie nicht behandelt wird.

rheinruhrmed: Wie diagnostizieren Sie Rheuma?

PD Dr. med. Strunk: Es gibt eine Reihe von diagnostischen Kriterien, die bei einem Patienten erfüllt sein müssen, um von Rheuma zu sprechen. Wenn zum Beispiel die Gelenksteife über sechs Wochen andauert und noch eine Reihe weiterer Kriterien zutreffen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es Rheuma ist. Ich muss aber gleich dazu sagen, dass die aktuellen Kriterien derzeit überholt werden. Just in diesem Jahr wird es nämlich neue Kriterien geben, die ein wenig genauer und damit besser sind. Bei der Diagnose helfen uns moderne, bildgebende Methoden. Wir röntgen zwar immer noch,  aber wir sehen dabei natürlich nur die Knochen. Die Weichteile hingegen, also da, wo die Entzündung in der Frühphase der Krankheit zu finden ist, können wir nicht sehen. Deshalb greifen wir hierzu auf Ultraschall und MRT zurück. Auf dem Ultraschallbild können Sie dann z.B. sehen, wie viel Flüssigkeit sich an einem Gelenk befindet, oder ob die Gelenkinnenhaut im Rahmen der Entzündung vermehrt durchblutet ist. Dazu muss man sagen, dass man immer etwas Flüssigkeit im Gelenk hat, aber wenn es dort zu auffallend viel Flüssigkeit kommt, dann ist dies durchaus ein Anzeichen für eine Entzündung.

Weitere Interviews auf rrm:

Hatzmann
  Behringer   Piczlewicz
Myome: Gebündelter Ultraschall entfernt Gewächs an Gebärmutter - Prof. Dr. med. Hatzmann über schonende Therapieform für Frauen, die sich noch Kinder wünschen [mehr...]   Brustkrebs: Innovativer Test erspart vielen Patientinnen Chemo - Prof. Dr. med. Behringer über die neuartige Methode, die bislang kaum angeboten wird [mehr...]   Gebärmutter: Entfernung durch das "Schlüsselloch" möglich - Dr. med. Piczlewicz erklärt, wie die innovative Operation genau abläuft und worauf dabei zu achten ist [mehr...]

 

Bookmarken / Empfehlen Sie diese Seite auf:
twitter/ yigg/ mister wong / delicious / digg / facebook / folkd / google.de / linkarena / yahoo / studivz / stumbleupon/ newsvine / reddit

 

* Die hier wie überall auf rheinruhrmed.de angebotenen Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz ärztlichen Rates angesehen werden. Diese Internetseite kann und darf NICHT benutzt werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Bei Beschwerden oder Fragen jeglicher medizinischer Art konsultieren Sie bitte direkt Ihren Arzt oder Apotheker.

Selbsthilfegruppen
   

Bochum
Bottrop
Dortmund
Essen
Gelsenkirchen
Hamm
Hattingen

Hilden
Krefeld
Mülheim
Oberhausen
Recklinghausen
Troisdorf
weitere...
   

Loading

 

 Anzeige

Die "neue Hüfte" (Arthrose):

hirn-aneurysma

 

OP bei verengter Schlagader:

halsschlagader

 

3-D-Bilder des Herzens aus CT:

ablation

 

Kälte-Katheterablation im Film:

ablation

Bevor die Bauchaorta platzt:

bauchaorta

herzrisiko

 

Aidshilfe

Tipps & Termine
 

Inkontinenz: 14.06.2012, Wenn die Hängematte ausleiert - Moderne Therapien bei Senkungs- und Inkontinenzzuständen, CA PD Dr. Georg Kunz, Dr. Gregor Engelke, Klinik für Gynäkologie, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr.

Diäten: 03.07.2012, Auf und nieder immer wieder. Diät - neueste Erkenntnisse, PD Dr. Georg Kunz, Klinik für gynäkologie und Geburtshilfe, St.-Johannes-Hospital. Ab 18.30 Uhr bieten wir einen "kleinen Gesundheitscheck" an. 19.30 Uhr beginnen die Vorträge.


NEWSLETTER BESTELLEN

NewsletterNews von rrm RHEIN RUHR MED
Sie wollen über aktuelle Interviews mit Ärzten und News aus der Medizin auf dem Laufenden bleiben? Da haben wir was für Sie [mehr...]
oder folgen Sie uns über:

Follow rheinruhrmed on Twitter

 

Aidshilfe

DAS EMPFEHLEN UNSERE USER:

wammackMeist geklickt in 2014:
Prostata-Krebs ist nach wie vor ein Tabu-Thema, denn Männer gehen immer noch zu selten zur Vorsorge. Das Interview mit Prof. Wammack zählte 2014 zu den meistgeklickten Beiträgen aus rheinruhrmed. [mehr...]

 

AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE - ÜBERSETZT:

polen   tuerkei   frankreich